Welche nachträgliche Abdichtungstechnologie ist die beste Wahl?
Für die Beseitigung feuchter Wände, für horizontale Feuchtigkeitssperre gibt es zwei gängige Methoden: die Abdichtung durch Injektion und die Stahlblech-Abdichtung. Beide Technologien sind effektiv, bieten jedoch unterschiedliche Vorteile und eignen sich in verschiedenen Fällen optimal. Nach welchen Kriterien sollte man wählen? In unserem Artikel stellen wir die Funktionsweise, Vor- und Nachteile beider Verfahren vor, damit Sie die bestmögliche Lösung zum Schutz Ihres Hauses finden!
Am besten ist es natürlich, diese Entscheidung nicht selbst zu treffen, sondern sich an einen Fachmann zu wenden.
Doch was wird der Fachmann prüfen? In erster Linie die Bauweise und das Baumaterial des Gebäudes, da diese im Wesentlichen bestimmen, welche Abdichtungstechnik anwendbar ist.
Nachträgliche Abdichtung mit Stahlplatte
Die Blech-Abdichtung kann vor allem dann eingesetzt werden, wenn zwischen den Bauelementen eine gerade Fuge vorhanden ist. Solche Wände bestehen zum Beispiel aus Ziegelmauerwerk oder aus Natursteinmauerwerk mit behauenen Steinen (wie zum Beispiel der Sóskút-Kalkstein oder in der Region um Sárvár der vulkanische Stein des Sághegy, sowie in Vas-Megye).
Das Einschlagen von Stahlblechen kann außerdem bei Wänden aus gestampftem Lehm oder Stampflehm angewendet werden – diese Bauweise war in weiten Teilen des Landes verbreitet, insbesondere im Gebiet von Zala.
Es kommt selten vor, dass ein Natursteinmauerwerk, obwohl die Steine nicht behauen sind, dennoch erfolgreich mit Blechen abgedichtet werden kann – etwa, wenn beim Bau Bitumenpappe in die Wand eingebracht wurde. Damals wurde die Abdichtung so gelöst, dass zwischen dem Fundament oder Sockel aus unregelmäßigen Steinen und den ebenfalls aus Stein errichteten Wänden eine horizontale Bitumenpappe in Höhe des Fußbodens in dicken Mörtelschichten verlegt wurde.
Dadurch wurde die spätere Blech-Abdichtung möglich gemacht. Zum Beispiel ist dies bei den in Keszthely und Umgebung errichteten Gebäuden aus Sandstein oft der Fall.
Die Blech-Einschlagtechnik kann jedoch erschwert werden, wenn beim Bau besonders grobkörniges oder sehr tonhaltiges Material als Mörtel verwendet wurde.
Schwierig wird es auch, wenn das Gebäude jünger als 50-60 Jahre ist und die Fugen zwischen den Ziegeln sehr hart sind, das heißt, wenn der Zement- und Kalkgehalt des Mörtels besonders hoch ist. In diesen Fällen ist es oft nicht möglich, die Bleche erfolgreich einzuschlagen.
Wo die Blech-Abdichtung nicht möglich ist, kann die Injektion eine gute Alternative sein.
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MEHR ERFAHRENNachträgliche Mauertrockenlegung durch Injektion
Injektionen können in nahezu jedem Mauerwerk und jeder Baukonstruktion eingesetzt werden: in Stein, Ziegel, Lehm, Stampflehm, Fachwerk, Hohlziegel, Vollziegel und Beton.
Einzige Voraussetzung: das zu sanierende Baumaterial muss bohrfähig sein und darf nicht extrem brüchig sein.
Drei Materialien sind nahezu unmöglich zu injizieren: Granit, Basalt und dichter Kalkstein mit geschlossenen Kapillaren (oft als Bruchstein bezeichnet).
Die Injektionsharze sind vom Material her vergleichbar mit Lackierungen oder Anstrichen auf Möbeloberflächen.
Ihre Aufgabe ist es, in der Wand auszuhärten und dabei eine wasserundurchlässige, wasserabweisende Schicht zu bilden. Ähnlich wie ein Lack auf Möbeln, der diese vor Feuchtigkeit schützt.
Weitere Auswahlkriterien bei der Abdichtungstechnologie
Bei der Entscheidung zwischen Blech-Einschlagen und Injektion kann auch der Wunsch des Auftraggebers nach möglichst wenig Bauschäden eine Rolle spielen.
Die Blech-Abdichtung erfolgt bei den Außenwänden eines Gebäudes in der Regel von außen, unterhalb des Bodenniveaus und mit minimalem Eingriff.
Wenn jedoch z. B. außen nicht genügend Platz für die Arbeiten vorhanden ist – etwa, wenn der Zaun oder das Nachbarhaus zu nah steht (für die Maschinen werden etwa 1,5 Meter benötigt) – kann die Injektion eine gute Lösung sein, da sie von innen mit minimalem „Schaden“ durchgeführt werden kann.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl das Blech-Einschlagen als auch die Injektion feuchte Wände wirksam trocknen können.
Wir bevorzugen das Einschlagen von Stahlblechen, da wir zwar auf beide Verfahren 20 Jahre Garantie gewähren, die Stahlbleche jedoch je nach Luftabschluss im Mauerwerk 60-80 Jahre oder länger haltbar sein können.
Im Vergleich dazu gewähren wir auf die Injektion 5 Jahre Garantie, und sie bietet etwa 15-20 Jahre wirksamen Schutz vor Feuchtigkeit.

